Rezensionen

 

Peter Joachim Lapp: Grenzbrigade Küste. DDR-Grenzsicherung zur See, Aachen 2017

Dem Buch zugrunde liegt die intensive Auswertung von Aktenbeständen des Bundesarchivs und der Stasiunterlagen-Behörde sowie von Berichten von "Ehemaligen" der GBK und der Volksmarine... Das Buch schließt eine Lücke in den Veröffentlichungen zur deutsch-deutschen Grenzgeschichte. Denn es zeigt auch Innenansichten, die dem westdeutschen Betrachter meist verborgen geblieben sind.
Ostholsteiner Anzeiger (OHA), Juli 2017

Die Arbeit bemüht sich um eine streng sachbezogene Darstellung der Geschichte der GBK... Mit Wertungen zu bestimmten Erscheinungen in der GBK und zwischen Angehörigen der Volksmarine und denen der GBK muss man leben können.
www.grenztruppen-ddr.de

 

Peter Joachim Lapp: Kampf und Untergang der 17. Armee im 2. Weltkrieg.
Militärhistorische Skizze eines Großverbandes der Wehrmacht an der Ostfront, Aachen 2016

Das Buch beschreibt nicht nur den rücksichtslosen Umgang des Nazi-Regimes mit Soldaten, sondern arbeitet am Beispiel der 17. Armee auch deutlich die verschiedenen Interessenlagen heraus, die zwischen dem OKH, einer Heeresgruppe und einer Armee auftreten. Dies ist ein Blickwinkel, der dem militärisch interessierten Laien in der Regel entgeht... Dass die 17. Armee in zwei sinnlosen Halteschlachten (Kuban und Krim) dezimiert, ausgeblutet und am Ende zerschlagen wird, um dann noch einmal neu aufgestellt zu werden, ist an Tragik kaum zu überbieten und zeigt die Sinnlosigkeit des Krieges im Allgemeinen sowie das Verbrecherische des Nazisystems im Besonderen. Ein Buch, das für Interessierte am 2. Weltkrieg sehr empfehlungswert ist.
Sachbuch-Rezensionen, Juni 2016

 

Peter Joachim Lapp: Rollbahnen des Klassenfeindes. Die DDR-Überwachung des Berlin-Transits 1949-1990, Aachen 2015

Die Studie ist sehr nüchtern gehalten, detailreich und informativ. Zahlreiche Tabellen, Pläne und Skizzen ergänzen den Text auf hilfreiche Weise... Das Buch (ist) weniger als Überblicks- oder Einstiegswerk geeignet, sondern eher etwas für denjenigen, der sein Wissen über den Überwachungs- und Sicherheitsapparat der DDR um diesen Aspekt (Berlin-Transit) erweitern oder vertiefen möchte. In dieser Hinsicht hat Lapp seinen vielen Standardwerken ein weiteres hinzugefügt.
Preußische Allgemeine Zeitung

Dem Autor gelingt es, die Dichte der DDR-Überwachungspraktiken auf den Transitwegen transparent und nachvollziehbar zu machen. Die Studie ist zugleich ein Beleg für das abartige, rücksichtslose Sicherheitsdenken des DDR-Systems gegenüber eigenen Bürgern und Transitreisenden. Mit dem Buch wird die historisch-wissenschaftliche Aufarbeitung der Verbindungswege von und nach Berlin wesentlich verbessert... Das sehr informative und fundierte Buch wird unseren am Kalten Krieg, an der DDR und Stasi interessierten Lesern als ein Muss empfohlen.
Hardthöhenkurier (Oberst i.G. a.D. Friedrich Jeschonnek)

 

Jürgen Ritter / Peter Joachim Lapp:
Deutschland grenzenlos. Bilder der deutsch-deutschen Grenze. Damals und heute, 3. Aufl., Berlin 2015

Die von Ritter und Lapp vorgelegte Dokumentation ist nicht nur geeignet als Lektüre für die Beschreibung der Umwälzungen im ehemaligen Grenz- und Sperrgebiet. Sie ist vor allem nachhaltige Medizin gegen das Vergessen einstigen Unrechts und die Einlassungen geschichtsvergessener sowie nostalgiebesessener Schönredner.
Ostthüringer Zeitung (OTZ), Gera / Freie Presse (FP), Chemnitz

Dieses Buch krönt die Arbeit der Verfasser, deren Tätigkeit keineswegs immer opportun war. Peter Joachim Lapp, seit 1977 Redakteur beim Deutschlandfunk, wurde von der Stasi als 'gefährlicher Feind der DDR' bezeichnet, auf Jürgen Ritter waren mehrere Informelle Mitarbeiter angesetzt... Wer 'Deutschland grenzenlos' durchblättert und die Gegenüberstellung des Gestern mit dem Heute nachverfolgt, wird sich ohne Abstriche dem Urteil der beiden Autoren anschließen müssen, daß die Überwindung der unnatürlichen Teilung, die Einheit Deutschlands ein 'Geschenk der Geschichte' ist.
Junge Freiheit

In ihrem Bildband über die deutsch-deutsche Grenze zeigen Jürgen Ritter und Peter Joachim Lapp eindrucksvoll die Veränderungen auf, die sich nach 25 Jahren Wiedervereinigung ergeben haben. Die Fotopaare 1989-2014 zeigen, wie die Mauer praktische und geistige Distanz schaffen sollte... Die deutsche Einheit als ein 'Geschenk der Geschichte' wird hier für jeden visuell erlebbar.
Zeitschrift für Politikwissenschaft

 

Jürgen Ritter / Peter Joachim Lapp: Die Grenze. Ein deutsches Bauwerk, 9. Aufl., Berlin 2015

Es ist schwer zu sagen, was an dem Band eindrucksvoller ist: die Ausdrucksfähigkeit der Fotos oder die sprachlichen Feinheiten des Textes.
Hessischer Rundfunk

Dieses Buch stellt mit seinem umfangreichen Bildmaterial, den detaillierten Recherchen und vor allem mit seiner unparteiischen Nachdenklichkeit eine
überzeugende Aufforderung dar, sich ehrlich mit der jüngsten deutschen Geschichte auseinanderzusetzen und die verbleibenden Zeugnisse der DDR-
Diktatur zu bewahren.
Das Parlament

Der Photograph Jürgen Ritter und der Journalist Peter Joachim Lapp, beide ausgewiesene Kenner des Grenzsystems der DDR, bemühen sich um
Objektivität. Sie beschönigen nichts und behandeln diesen betrüblichen Aspekt der deutsch-deutschen Geschichte nicht mit dem erhobenen Zeigefinger.
Zeitschrift für Geschichtswissenschaft


 

Peter Joachim Lapp: Grenzregime der DDR, Aachen 2013

Jetzt hat Lapp seine Arbeit mit einem umfassenden, schwergewichtigen Kompendium gekrönt. Im einführenden Kapitel schildert er die Entscheidungsprozesse, die zur Selbstabgrenzung der DDR von Westdeutschland führten; quellengestützt geht er der Frage nach sowjetischen und ostdeutschen Anteilen an der Verantwortung nach. Ebenso solide ist die Materialbasis im Kapitel über Grenzpolizei und Grenztruppen, einschließlich der "Grenzbrigade Küste" und der anderen "bewaffneten Organe", besonders des Ministeriums für Staatssicherheit, für das "Grenzregime". Hierzu rechnet Lapp auch die "Unterstützungskräfte", also die freiwilligen Helfer der Grenztruppen, die Zollverwaltung. Er macht deutlich, dass das "Grenzregime" eigentlich eines der Lebensgesetze der DDR ist...
Frankfurter Allgemeine Zeitung (Oberst i.G. Prof. Dr. Winfried Heinemann, Chef des Stabes im Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, Potsdam)

Der Autor setzt sich sachlich und kompetent mit einem der tragischsten Themen der Nachkriegsgeschichte auseinander. Für alle, die sich mit der deutschen Geschichte im Kalten Krieg, der Volksarmee, den Grenztruppen und der innerdeutschen Grenze befassen ist dieses Buch ein absolutes Muss.
Hardthöhenkurier (Oberst i.G. a.D. Friedrich Jeschonnek)

Peter Joachim Lapp hat sich um die Erforschung des DDR-Grenzregimes verdient gemacht wie kaum ein anderer, zählt er doch zu den wenigen Autoren, die sich bereits vor der Friedlichen Revolution von 1989 systematisch mit diesem Thema beschäftigt haben... Sein neuestes, 617 Seiten starkes Kompendium "Grenzregime der DDR" ist mehr als eine Synthese bisher geleisteter Arbeiten... Die Kapitel selbst folgen keinem festen Aufbauschema, sie sind trotz der beeindruckenden Fülle an Informationen und Details gut verständlich geschrieben ... Lapps Opus Magnum ist .. Lese- und Handbuch, Quellensammlung und - wenngleich in wesentlich geringerem Umfang - Bildband zugleich... Trotz der Fülle an einschlägigen Veröffentlichungen zur DDR-Grenze suchte man eine so fachkundige und quellengesättigte Arbeit mit ähnlich weitem Fokus bisher vergeblich.
Zeitschrift des Forschungsverbundes SED-Staat der Freien Universität Berlin (Dipl.-Pol. Tilman Peters)

Der Autor, unstrittig einer der besten Kenner der Geschichte der DDR-Grenztruppen... hat eine umfängliche, auf zahllosen Quellen basierende Überblicksdarstellung publiziert, in der in neun Kapiteln mit einer Vielzahl von Literatur- und Quellennachweisen, eine äußerst instruktive Auswahlbibliographie eingeschlossen, die Entwicklung des DDR-Grenzregimes detailliert beschrieben wird. In acht Kapiteln kann sich der Leser anhand der systematischen und chronologischen Gliederung des Stoffes über die einzelnen Etappen der Entwicklung der DDR-Grenzsicherungsorgane informieren... Neben der Beschreibung des Auswahl- und Ausbildungsprozederes der Grenztruppen (Kapitel IV) sind die in den Kapiteln V und VII geschilderten internen Zusammenhänge des "Binnenklimas" innerhalb der Grenztruppen und des "Lebens der Grenzbevölkerung" im 5-km-Sperrgebiet entlang der deutsch-deutschen Grenze von ganz besonderer Bedeutung, da diese in der bislang vorliegenden Forschung nur eine geringe Berücksichtigung gefunden haben. Abgerundet wird der mit zahlreichen informativen Abbildungen und Tabellen versehene Band mit einer schlüssigen Zusammenfassung, einem umfänglichen Verzeichnis der verwendeten Quellen und Literatur sowie einer Auswahlbibliograhie. Peter Joachim Lapp ist es mit dem vorliegenden Buch in hervorragender Weise gelungen, die aktuelle Forschung zu diesem Themenfeld abzubilden und in einigen Teilen zu ergänzen. Damit hat der Autor zugleich auch den Weg für die künftige Auseinandersetzung mi der Geschichte der deutsch-deutschen Grenze gewiesen.
Historische Zeitschrift (Dr.phil. Hendrik Thoß, TU Chemnitz, Institut für Europäische Geschichte)

Jeder, der sich mit der Geschichte der Grenztruppen und dem Grenzregime der DDR befasst, kommt um dieses gewichtige Werk nicht herum
www.grenztruppen-ddr.de

 

Peter Joachim Lapp: Offiziershochschule Rosa Luxemburg. Kaderschmiede der DDR-Grenztruppen, Aachen 2014

Mit seinem Buch über die Ausbildungseinrichtung der ehemaligen >Elitetruppe< des SED-Staates greift Lapp ein von der militärgeschichtlichen Forschung bisher wenig beachtetes Thema auf... Bei seiner Studie stützt sich Lapp neben ausgewählter Sekundärliteratur auf eine Vielzahl von Quellen des Bundesarchivs in Freiburg, der Behörde des Beauftragten für die Unterlagen des Ministeriums für Staatssicherheit der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik (BStU) sowie auf frühere Veröffentlichungen der Grenztruppen wie Dienstvorschriften und Abhandlungen zur Ausbildungstheorie und -praxis ehemaliger Lehrstuhlleiter... Einen interessanten Einblick nicht nur in den Hochschulalltag und die Motivation damaliger Offiziere und Offiziersschüler, sondern auch in dienstliche Interna gewähren die >Erlebnisberichte<... Wie Lapp eingangs erklärt, erhebt er mit seiner Schrift keinen wissenschaftlichen Anspruch, sondern möchte lediglich die Ausbildung und Erziehung von Grenzoffizieren beschreiben. Dieses Ziel hat er erreicht, denn es ihm gelungen, einen umfassenden Eindruck vom militärischen, politischen und gesellschaftlichen Umfeld der OHS zu vermitteln... Das Werk (ist) aufgrund der breiten Quellenbasis nicht nur für Historiker, sondern auch für den interessierten Laien sehr aufschlussreich.
Mililtärgeschichtliche Zeitschrift (MGZ)

Bei dieser Publikation von Lapp handelt es sich um ein fundiertes Sachbuch... Die übergroße Mehrheit der Quellen basiert auf offiziellen Materialien der DDR und ihrer Grenztruppen und auf 'Geheimen und Vertraulichen Verschlußsachen' der Ministerien für Nationale Verteidigung und Staatssicherheit sowie des Kommandos der Grenztruppen und der OHS... Das Buch widmet sich gewissenhaft den Ausbildungsprofilen und -angeboten... Es wird die Geschichte - einschließlich der Vorgänger - der OHS, die Gründung, Namensgebung und der Hochschulstatus behandelt. Exakte und präzise Tabellen geben Auskunft über Strukturen, Lehrkörper und materielle Basis... Einen verhältnismäßig breiten Raum ... nimmt die Arbeit der Unterabteilung der Hauptabteilung I des MfS an der OHS ein. Nach Meinung des Rezensenten bedient hier Lapp unverhohlen den Zeitgeist... Bei der Beurteilung der Arbeit der Unterabteilung MfS an der OHS begibt sich Lapp auf eine unnötig niedrige Ebene, die der teilweisen Sachlichkeit des Buches nicht dient, sondern eher schadet... Dieses Buch ist ein auf Fakten beruhendes Kompendium über die Offiziershochschule der Grenztruppen der DDR. Wer sich über diese Lehranstalt informieren will, kommt um dieses Buch nicht herum.
www.grenztruppen-ddr.de

Bereits seit vielen Jahren zählt Peter Joachim Lapp zum Kreis renommierter Kenner der Geschichte der DDR, insbesondere ihrer "Bewaffneten Organe" und der DDR-Grenztruppen wie ihrer Vorläuferorganisation... Wenngleich Lapp in seiner Einleitung betont, "keinen wissenschaftlichen Anspruch" erheben zu wollen (S.8), erfüllt die 177 Seiten umfassende und in 12 Kapitel nebst umfänglichem Anhang gegliederte Arbeit die hier zugrunde gelegten Anforderungen durchaus. Überdies fehlte bislang eine institutionengeschichtlich akzentuierte Untersuchung zu diesem für die DDR-Geschichte keineswegs nebensächlichen Forschungsfeld... In einem besonderen Kapitel nimmt der Verfasser die vielfältigen Formen der Einflußnahme, Kontrolle und Überwachung durch das MfS in den Blick. Durch mehrere in den Text eingestreute, äußerst aussagekräftige Selbstzeugnisse ehemaliger Schüler und Angehöriger des Lehrpersonals erhält das Buch nochmals eine ganz eigene Note. Als gleichermaßen lesenswert wie lehrreich erweisen sich auch jene Abschnitte (S. 130ff.), die die internen Auseinandersetzungen an der Einrichtung in den 1980er Jahren sowie die Zeit der politischen Wende im Rahmen der friedlichen Revolution 1989 beschreiben... Die vorliegende, von Peter Joachim Lapp verfaßte Untersuchung trägt in bedeutendem Maße dazu bei, das Bild von den Grenztruppen der DDR in der historischen Forschung der Bundesrepublik weiter zu präzisieren.
Das Historisch-Politische Buch (Dr.phil. Hendrik Thoß, TU Chemnitz)

Auf einem schmalen Grat zwischen Fach- und Sachbuch balanciert die von dem Publizisten Peter Joachim Lapp als gleichermaßen kritische wie subjektive Sicht eines Westdeutschen "mit Osterfahrung" auf die Ausbildung und Erziehung "sozialistischer Grenzoffiziere" an der Offiziershochschule "Rosa Luxemburg" angelegte Schrift... Diese erste vollumfassende Darstellung der 1963 gegründeten und 1984 von Plauen (Vogtland) nach Suhl (Thüringer Wald) verlegten Einrichtung zeichnet ein hinreichend genaues Bild der Institutionenstruktur, der Bewerberauswahl, des Lehrkörpers, der Ausbildungsarten und-Profile, des Binnenklimas und der Überwachung durch den DDR-Geheimdienst...
Links! Politik und Kultur für Sachsen, Europa und die Welt, Dresden, Nr. 09/September 2016

 

Peter Joachim Lapp: Gerald Götting - CDU-Chef in der DDR, Aachen 2011

Das Wirken des Volkskammerpräsidenten Gerald Götting (bleibt) eine großartige Lebensleistung. An ihr vermögen auch jene nicht zu rütteln, die sich wie der ehemalige Deutschlandfunk-Redakteur und BRD-Volkskammerexperte auf gezielte Diffamierung verstehen. In seiner scheinbar sachlich gehaltenen politischen Biographie 'Gerald Götting - CDU-Chef in der DDR' verschweigt er Positives, präsentiert er Halbwahrheiten und objektivistische Aufzählungen sowie das Einfügen nicht überprüfbarer Wertungen mit dem Ziel der moralischen Herabwürdigung des Wirkens eines bedeutenden christdemokratischen Parteiführers und Staatsmannes der DDR.
RotFuchs - Tribüne für Kommunisten und Sozialisten

Lapp hatte als Erster Gelegenheit, das private Archiv eines von Honeckers Stellvertretern zu sichten... Seine Einblicke vervollständigte er mit Berichten und Erinnerungen weiterer Quellen, und war so gerüstet für die Biografie, um die ihn Götting persönlich gebeten hatte. Eigentlich wollte der selbst einen Lebensbericht verfassen, aber seine nachlassende Sehkraft und wohl auch die Schwierigkeit, sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen, verhinderten das. Zum Glück, denn entstanden ist nun ein Buch, das sich angemessen kritisch mit dem ostdeutschen CDU-Granden befasst.
Mitteldeutsche Zeitung

Die aufwändig recherchierte, faktenreiche politische Biografie bietet tiefe Einblicke in das untergegangene Regime, dem Gerald Götting (Jg. 1923) in exponierter, aber fast machtloser Funktion gedient hat... Autor Peter Joachim Lapp hat die einschlägige Literatur (über 200 Titel), Materialien aus dem Bundesarchiv, der Konrad-Adenauer-Stiftung und der Stasiunterlagenbehörde, Dokumente und Protokolle der Ost-CDU und das gesamte Privatarchiv von Gerald Götting ausgewertet und Gespräche mit 17 Zeitzeugen geführt. Entstanden ist ein sehr differenziertes Porträt, nicht retuschiert und nicht diskreditierend wie so manche Medienberichte nach 1989/90... Lapp hat ein Buch vorgelegt, das jeden zeitgeschichtlich Interessierten fasziniert.
Dresdner Neueste Nachrichten / Die Union

Im Frühjahr 2009 übergab Götting seine in Dutzenden Karteikästen gesammelten Ausarbeitungen (Entwürfe für seine Memoiren) an Lapp. Dieser nahm ergänzende Studien in einschlägigen Archiven vor und befragte Zeitzeugen, so dass er eine materialgesättigte historisch-kritische Biografie zu dem Spitzenpolitiker der DDR-CDU vorlegen konnte. Lapp war gut beraten, weder eine Fest- noch eine Schmähschrift vorzulegen... L. ist bemüht, die Motive für das Handeln von Götting aufzuspüren... Dass Götting bis zum Schluss keine Reformpolitik auf den Weg brachte, führt L. auf Informationen zurück, die der CDU-Chef über einen unmittelbar bevorstehenden Sturz Michail Gorbatschows hatte... Zahlreiche Bilder und Faksimiles runden den insgesamt gelungenen Band ab.
Jahrbuch für Forschungen zur Geschichte der Arbeiterbewegung

Lapps Verdienst ist es, die erste zusammenfassende Darstellung über Gerald Götting präsentiert, bisher vorhandene Lücken gefüllt und neue Dokumente und Auskünfte erschlossen zu haben. Leider konnte er die typische "Biographenfalle" nicht vollständig umgehen: Zwar zeichnet Lapp das Bild einer widersprüchlichen Persönlichkeit in der Zeit der deutschen Spaltung, doch wird die Täterrolle zu wenig hinterfragt... Das zwischen den Zeilen mitschwingende Verständnis, Einfühlungsvermögen und die Erklärungsversuche Lapps werden erst im Epilog aufgelöst: Hier wird das Unrechtssystem der DDR als solches deutlich benannt... Lapp bilanziert: Als einer der ersten Köpfe in der zweiten Reihe sei Götting zwar nicht ursächlich verantwortlich, er habe das System jedoch mitgetragen und mitverantwortet, sei somit auch mitschuldig geworden...
Historisch-Politische Mitteilungen. Archiv für Christlich-Demokratische Politik

 

Peter Joachim Lapp: Die zweite Chance. Wehrmachtsoffiziere im Dienste Ulbrichts, Aachen 2010

Dem Autor gelang neben der Darstellung der Lebensläufe einiger prominenter "Ehemaliger" auch die Beleuchtung der dahinter stehenden Motive... Die Mehrzahl der "Ehemaligen" sah und nutzte die Rückkehr als Möglichkeit, dem schweren Los der Kriegsgefangenschaft zu entkommen. Viele waren dem DDR-System dankbar für die Chance, eine unangenehme Vergangenheit hinter sich zu lassen und neu zu beginnen.
Österreichische Militärische Zeitschrift (ÖMZ)

 

Peter Joachim Lapp: General bei Hitler und Ulbricht. Vincenz Müller – Eine deutsche Karriere, Berlin 2003
Neuauflage unter dem Titel "General in Wehrmacht und NVA" als TB, Berlin 2013

Peter Joachim Lapp hat es geschafft, aus diesem schwierigen Stoff ein äußerst lesbares Buch zu machen. Es ist ihm – manchmal vielleicht etwas zu
detailbesessen – gelungen, die Lebensgeschichte Müllers abgewogen darzustellen und dem Leser nebenbei deutsche (Militär)-Geschichte zu vermitteln.
Süddeutsche Zeitung

Lapp legt mit seinem Buch das erste umfassende Lebensbild Müllers vor. Und es ist gleich ein Standardwerk geworden… Ihm gelingt nicht nur,
Müllers einzigartige ‚deutsche Karriere’ akribisch nachzuzeichnen, sondern er vermittelt zugleich ein sehr lebendiges und plastisches Bild von der
facettenreichen Persönlichkeit Müllers.
Der Tagesspiegel

Einem bizarren Lebenslauf folgte Peter Joachim Lapp.… Der erste Chef des Stabes der Nationalen Volksarmee und stellvertretende Verteidigungs-
minister der DDR griff Mitte der 50er Jahre in die deutsch-deutschen Beziehungen ein.… Dem Verfasser dieser atemberaubenden Biografie ist
zuzustimmen, dass des NVA-Generals kühne deutschlandpolitische Initiative edlen patriotischen Motiven entsprang.
Neues Deutschland